01.10.2014

Vor der Synode wünscht sich das ZdK eine andere Haltung bei Ehe und Sexualität

Katholikenkomitee fordert Umdenken

Vor der Weltbischofssynode zu Ehe und Familie fordert das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ein grundlegendes Umdenken der Kirche in Fragen von Ehe und Sexualität. Nur so könne die Distanz der gläubigen Katholiken zur Verkündigung der Kirche überwunden werden, sagte die familienpolitische Sprecherin des ZdK, Birgit Mock, in Bonn.

Umdenken müsse die Kirche vor allem bei Fragen des vorehelichen Zusammenlebens, des Umgangs mit wiederverheirateten Geschiedenen, der Bewertung von Homosexualität und von künstlicher Empfängnisverhütung. 

Die Antworten der deutschen Bischöfe auf den Fragebogen zur Vorbereitung der Synode hätten ungeschminkt gezeigt, dass das kirchliche Sprechen über Ehe und Sexualität auch kirchennahe Katholiken vielfach nicht mehr erreiche, sagte Mock. Zugleich sei deutlich geworden, wie wichtig den Gläubigen Ehe und Familie seien und dass sie nach wie vor hohe Erwartungen an das kirchliche Handeln hätten.

Zur Debatte um den Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen sagte Mock, sie erhoffe sich ebenfalls neue Wege durch die bevorstehende Weltbischofssynode. Auch wenn die Unauflöslichkeit der Ehe nicht in Frage gestellt werde, solle geschiedenen Katholiken, die in einer neuen Beziehung leben und am kirchlichen Leben teilhaben möchten, der Zugang zu den Sakramenten ermöglicht werden.

(kna)